Hoher Kredit sorgt für zweite Niederlage

Stark ersatzgeschwächt verlieren die ErftBaskets ihr Auswärtsspiel deutlich bei der SG BG Bonn-Meckenheim mit 62-82. Vor allem der Start in beide Halbzeiten sorgte letztlich für eine deutlich und verdiente Niederlage.

In nahezu leerer Halle waren die Bonner um den starken Distanzschützen Musenkovas schon im ersten Viertel die klar aktivere Mannschaft und konnte das Tempo des Spiels fast nach Belieben dominieren, während die ErftBaskets ihre physischen Vorteile in Korbnähe nicht konsequent genug ausspielten.
Der 9 Punkte Rückstand (14-23) sollte sich auch im zweiten Viertel kaum ändern. Zwar schafften es die Eifeler defensiv einen deutlich besseren Rhythmus zu erlangen, war die Offensive am heutigen Tag nicht den Namen wert. Dass Aufbauspieler Tim Winkelnkemper im zweiten Viertel fahrlässig bereits seit drittes Foul kassierte, sollte eine Aufholjagd im fortschreitenden Spielverlauf weiter erschweren.

Die ErftBaskets-Fans, denen ein großer Dank gebührt, hofften auf verbesserte ErftBaskets in der zweiten Halbzeit. Doch statt Energie und Konzentration war für die Außenstehenden eher Unaufmerksamkeit und Passivität erkennbar. Angeführt vom starken Adrian Bauz rollten die Bonner förmlich über die Kurstädter hinweg, die zu diesem Zeitpunkt bereits auf Captain Tim Winkelnkemper verzichten musste, der ein unglückliches viertes Foul kassiert hatte. Erst ein Wechsel auf Zonenverteidigung nahm den Bonnern im weiteren Verlauf zumindest etwas den Fluss aus dem Spiel.
Im letzten Viertel war die Messe aus Sicht der ErftBaskets dann bereits gelesen, sodass am Ende eine deutliche und unnötige Niederlage gegen ebenfalls ersatzgeschwächte Bonner zu Buche steht.
Trainer Philipp Sparwasser war sichtlich enttäuscht nach dem Spiel: „Wir haben heute wieder einmal gesehen, wie ein Spiel verläuft, wenn wir energie- und konzentrationslos in dieser Liga agieren. Ich denke, dass nun auch beim letzten Spieler angekommen ist, dass es nicht reicht einfach mal zum Spiel zu erscheinen und irgendwas zu tun. Wir werden in der nächsten Woche hart an unseren Fehlern und Problemen arbeiten, um am kommenden Wochenende vor eigenem Publikum eine verbesserte Leistung abrufen zu können.“