Deutlicher Schritt nach vorne bei erstem Sieg

Das Testspiel gegen die luxemburgischen Gäste Black Star Mersch konnten die ErftBaskets am Samstag knapp mit 68-66 für sich entscheiden und somit den ersten Erfolg in dieser Saison verbuchen.

Der Spielbeginn verlief aus Sicht der Gastgeber außerordentlich gut. Defensiv mit guter Arbeit im 1 gegen 1, bestimmten die jungen Eifeler das Spieltempo der ersten 6 Minuten des ersten Viertels nahezu nach Belieben (6. Minute: 14-6). Doch mit fortlaufender Spieldauer kamen auch die Black Stars aus Mersch immer besser ins Spiel. Angeführt vom alles überragenden US-Amerikaner Duane Johnson verkürzten die Luxemburger den Rückstand Punkt um Punkt.

Vor allem im zweiten Viertel hatten die ErftBaskets defensiv große Schwierigkeiten den athletischen Flügelspieler in den Griff zu bekommen, der sich in diesem Spielabschnitt als einziger Spieler der Gästemannschaft in die Punkteliste eintragen konnte. Und auch offensiv sollte es noch nicht wirklich rund laufen bei den Münstereifelern. Teils mit Wurfpech, teils aber auch mit Problemen in den Bereichen Raumaufteilung und taktischer Ausführung, gestaltete sich ein munteres Spiel zwischen den beiden Mannschaften.

In der zweiten Halbzeit, die beim Spielstand von 36-28 aus Sicht der ErftBaskets begann, galt es vor allem als Mannschaft die Kreise von Duane Johnson einzuengen, der bis zum Pausenpfiff bereits 21 Punkte auf seinem Konto verbucht hatte. Der defensive Plan, den sich unsere 1.Herrenmannschaft für die zweite Spielhälfte zurechtgelegt hat, ging, wie für die etwas über 300 Zuschauer ersichtlich, auch auf. Doch seine Mitspieler Offensiv sollte nach wie vor noch etwas der Rhythmus fehlen. Das Aufbauspieler Tim Winkelnkemper bereits Anfang des dritten Viertels mit muskulären Problemen vom Feld genommen werden musste, ist bei der Ursachenforschung sicherlich zu betrachten.

Fortan waren es die beiden jungen Neuzugänge Onction Nitu und Alik Otte, die den Spielaufbau organisierten. Vor allem der erst 18-jähringe Nitu präsentierte sich bei seiner Heimspielpremiere von seiner guten Seite und spielte befreit und mutig auf, sodass das 3.Viertel 21-15 an die ErftBaskets ging (Ende 3.Viertel: 57-43).

Wie es bei Testspielen fast immer der Fall ist, offenbarten sich mit fortschreitender Müdigkeit immer mehr Schwachstellen, an denen es in den nächsten Wochen zu arbeiten gilt. Somit war es wenig verwunderlich, dass die Gäste ihre größere Erfahrung im letzten Spielabschnitt als Trumpf ausspielten. Angeführt von einem weiterhin bärenstarken Duane Johnsen, der nach 40 Minuten 42 Punkte erzielt hatte, verkürzten die Black Stars den Abstand auf die jungen ErftBaskets Punkt um Punkt. Spätestens als Mersch-Veteran David Torres in der letzten Spielminute per Dreier auf 64-62 verkürzte war ein Krimi entstanden.

Doch die Jungspunde der ErftBaskets behielten nach einer Auszeit die Nerven. Witali Schulz nutzte seine körperlichen Vorteile am Brett und zog mehrere Gegenspieler auf sich, um anschließend den offenen Pass an die Dreierlinie zu finden. Der 18-jährige Neuzugang Simon Benentreu tat dann genau das, was man in dieser Phase als junger Spieler so macht: Mit einem erfolgreichen Dreier das Momentum des Spiels wieder auf die eigene Seite holen. (Siehe Foto)
Am Ende siegte die „Erste“ in einem Herzschlagfinale mit 68-66. Trainer Philipp Sparwasser war deutlich zufriedener als nach dem ersten Test: „Wir haben heute alle einen großen Schritt nach vorne gemacht. Dennoch ist ersichtlich, dass wir mit einer jungen und bisher unerfahrenen Mannschaft noch viel Arbeit vor uns haben. In den nächsten Wochen gilt es jetzt individuell, als auch mannschaftlich ähnlich große Entwicklungsschritte zu machen. Die Veranstaltung als solches war denke ich wieder ein voller Erfolg, was vor allem auch mit unseren tollen Gästen aus Mersch zusammenhängt.“