Schwache Leistung und Pech sorgen für dritte Saisonniederlage

Das Auswärtsspiel in Düsseldorf hatten sich die ErftBaskets Bad Münstereifel sicherlich anders vorgestellt. Am Ende einer umkämpften Schlussphase mussten sich die Kurstädter mit 82-76 den mit viel Selbstvertrauen ausgestatteten ART Giants Düsseldorf geschlagen geben.

Der Start in die Partie gelang den ErftBaskets in den ersten Minuten dank einiger gelungener Einzelaktionen noch recht gut, dennoch war vor allem die Defensive noch nicht auf dem Level, wie es sich für den derzeitigen Tabellenführer gehört. Während die ErftBaskets lethargisch wirkten, agierten die jungen Düsseldorfer von Trainer Gerrit Terdenge von Beginn an aggressiv und konzentriert und zeigten den Kurstädtern ab der fünften Spielminute, weshalb sie in den letzten Wochen bereits die Topteams Kamp-Lintfort und Deutz schlagen konnten. Mit einem 13-0 Lauf wurde aus einem bis dato ausgeglichenen Spiel eine nahezu eindeutige Angelegenheit, sodass die Hausherren am Ende des ersten Spielabschnitts verdient mit 30-16 führten.

Die ErftBaskets schienen in der Viertelpause begriffen zu haben, dass es nicht ausreicht mit angezogener Handbremse zu agieren und schalteten vor allem in der Defensive einen Gang höher. Offensiv taten sich Zimmermann und Co. jedoch weiterhin schwer gegen die aggressiv verteidigenden Düsseldorfer. Zwar konnten die Bad Münstereifeler das Viertel knapp für sich entscheiden, der Kredit aus dem ersten Spielabschnitt sorgte jedoch nach wie vor für einen deutlichen Rückstand zum Pausentee.

In der Kabine schien Trainer Philipp Sparwasser dann anscheinend die richtigen Worte gefunden zu haben. Mit einer geschlossenen Teamleistung und einer deutlich präsenteren Körpersprache wurde den Düsseldorfer Hausherren Punkt um Punkt abgekämpft, sodass es zur Viertelpause in den letzten Spielabschnitt lediglich 5 Punkte Differenz waren, die die ErftBaskets aufzuholen hatten.

In der 32. Spielminute stand die erste, wenn auch knappe, Führung auf der Anzeigetafel, sodass es fortan ein offener Schlagabtausch zwischen den beiden jungen Mannschaften werden sollte, der erst in den Schlussminuten des Spiels entschieden wurde. Bei Spielstand 76-76 und noch etwas mehr als 2 Minuten zu spielen hatten die Kurstädter gleich zweimal die Möglichkeit an der Freiwurflinie eine Entscheidung zu erzwingen.

Doch bezeichnend für diesen Tag fand keiner der insgesamt vier Freiwürfe sein Ziel. Düsseldorf antwortet prompt mit zwei Punkten und bekam durch mehrere umstrittene Pfiffe der beiden Unparteiischen gleich die Chance das Spiel vorzeitig zu entscheiden, wozu sie sich an der Freiwurflinie an diesem Tag nicht zweimal bitten ließen, sodass die ErftBaskets mit hängenden Köpfen die Heimreise antreten mussten.

Für ErftBaskets-Trainer Philipp Sparwasser eine mehr als ärgerliche Niederlage: „Glückwunsch an Gerrit und seine Mannschaft, die heute verdient diesen Erfolg feiern dürfen. Wir haben in der ersten Halbzeit zu wenig Energie aufgebracht um in dieser engen Liga siegreich sein zu können. Unsere schwache Freiwurfquote von 57% spricht zudem Bände. Trotz der verdienten Niederlage bleibt ein fader Beigeschmack in Anbetracht der ungleichen Regelauslegung der beiden Schiedsrichter, die dazu beigetragen haben, dass es keine Chance gab, dass die Spieler dieses Spiel entscheiden. Von Entschuldigungen für Fehlentscheidungen können wir uns am Ende leider wenig kaufen, müssen uns jedoch eingestehen, dass wir selbst mit einem katastrophalen ersten Viertel für diese Niederlage verantwortlich sind.“

Punkteverteilung ErftBaskets:
Winkelnkemper,T. (11); Braun (0), Adamov (17), Winkelnkemper,K. (14); Schöpfer (7), Zimmermann (11), Wagner (6), Schulz (10), Schneider (0),