Auswärtssieg nach Katastrophenstart

Mit einem knappen Auswärtssieg in Leichlingen konnten die ErftBaskets die Hinrunde abschließen und somit die Tabellenführung in der 2.Regionalliga behaupten.

Dabei sah es lange Zeit alles andere als gut für die Kurstädter aus. Die katastrophale Trainingswoche, sowie eine lediglich 20-minütige Aufwärmphase gepaart mit Konzentrationsschwächen sorgten dafür, dass die ErftBaskets nach einem ausgeglichenen Start früh das Konzept verloren und vieles vermissen ließen, was sie im Jahr 2016 noch stark gemacht hatte.

Leichlingen spielte von Beginn an mutig auf und bestrafte die fahrlässige Defensivarbeit der ErftBaskets gnadenlos. Auch die sonst so starke Offensive der Münstereifeler wirkte mehr nach Chaos als nach organisierter Struktur, weshalb es wenig verwunderlich war, dass der klare und deutliche Halbzeitstand von 33-47 aus Sicht der Kurstädter in Ordnung ging.

Die Halbzeitpause schien dann jedoch ein Weckruf gewesen zu sein. Wie ausgewechselt präsentierten sich die ErftBaskets im Anschluss an beiden Enden des Feldes. Defensiv konzentriert und mit hoher Energie am Werk und offensiv mit klarem Konzept, wurde der Rückstand Punkt um Punkt verkürzt. Vor allem auf den Innenspielerpositionen konnte man nun die physische Dominanz ausspielen und die Defensive des LTV somit vor große Probleme stellen.

Mit einem Spielstand von 50-57 und lediglich sieben Punkten Rückstand ging es in Schlussviertel. Und auch hier sollte der Tabellenführer weiter das Spiel dominieren. Angeführt von einem defensiv überragenden Alexander Schöpfer wurden in der gesamten zweiten Halbzeit lediglich 19 Punkte zugelassen und somit der Grundstein für eine erfolgreiche Aufholjagd gelegt. Offensiv waren es vor allem die beiden Innenspieler Schulz und Zimmermann, die in der zweiten Halbzeit Verantwortung übernahmen. Spätestens als Kai Winkelnkemper die erste Führung mit einem erfolgreichen Dreier auf 67-61 ausbaute, schien der Bann gebrochen.

Zwar konnten die Hausherren des Leichlinger TV noch einmal auf einen Punkt verkürzen, doch die ErftBaskets fanden in Person von Nico Zimmermann und Witali Schulz prompt die richtige Antwort, sodass am Ende ein knapper 72-66 Sieg zu Buche steht, der jedoch einige Baustellen offenbart.

Trainer Philipp Sparwasser war sichtlich erleichtert nach dem Spiel: „Das heutige Spiel war wieder einmal der Beweis, dass es in dieser Liga keine Geschenke gibt. Die erste Halbzeit war eine energie- und kopflose Angelegenheit von uns. Glücklicherweise haben wir in der zweiten Halbzeit dann unser richtiges Gesicht gezeigt und große Moral bewiesen. Das macht mich trotz der schwachen ersten Halbzeit am Ende des Tages stolz. Nichtsdestotrotz haben wir in den nächsten Tagen viel Arbeit vor uns!“

Punkteverteilung ErftBaskets:
Winkelnkemper,T. (8); Braun (0); Adamov (9); Winkelnkemper,K. (11); Schöpfer (2); Zimmermann (22); Schulz (15); Wagner (4); Kropp (1)